Biete: Suche wohnprojekt in Niedersachsen

    • Preisvorstellung / Gegenleistung: keine Angabe
    Hallo ihr Lieben,
    nach einer längeren Zeit in der ich und meine Liebste jetzt in der Stadt wohnen "durften", suchen wir eine nette Gemeinschaft, die noch Platz für uns hat.
    Wir sind (ich) 38 und (sie) 45 Jahre lang auf dieser schönen Welt und suchen Gleichgesinnte, die Lust auf ein Miteinander haben. Beruflich sind wir mit einer pädagogischen Ausbildung unterwegs und arbeiten zur Zeit in der KJH.

    Für uns ist das Leben in einem Bauwagen aber nicht mehr vorstellbar. Die Zeit war schön, ist jedoch vorbei. Das Alter lässt uns wohl etwas gesetzter werden. Na ja, wir wünschen uns bestenfalls eine Einliegerwohnung mit eigenem Bad und Küche. Gibt einfach weniger Probleme. Ich denke ihr wisst was ich meine :P . Und wir suchen schließlich einen Ort für länger.
    Ein Projekt mit ökologischer Zielsetzung, welches sich selbst bereits gefunden hat, wäre super. Tiere und Natur sind uns, sowie Platz für Projekte wichtig. Genauso ein harmonisches Zusammenleben. Ich könnte noch viel schreiben, aber ich lass es jetzt mal so stehen, beantworte aber gerne all eure Fragen.
    Lieben Gruß

    58 mal gelesen

Kommentare 1

  • dunkelbunte -

    Gemeinschaftliches Leben auf dem Land: Wohnprojekt
    "Westennest" sucht Gründungsunterstützung
    1. Wer wir sind und was wir vorhaben
    Wir sind eine Gruppe aus Erwachsenen und Kindern mit der gemeinsamen Vision, auf
    einem wunderschönen Grundstück im alten Dorfkern von Westen (Kreis Dörverden) ein
    Projekt zum gemeinschaftlichen Wohnen und Wirken zu gründen.
    Auf dem gut 7000m² großen Grundstück soll ein Ort entstehen, an dem wir und andere
    Vorstellungen und Ideale von einem Miteinander realisiern können, das eine
    umfassende Alternative zum vorherrschenden Alltagsleben sein kann. Wir möchten
    Raum und Gelegenheit schaffen für ein lebendiges und aktives Land- und Dorfleben,
    das durch Gemeinschaft, Solidarität, Selbstorganisation und -verwaltung, ökologischer
    Bau- und Lebensweise geprägt und getragen wird und viel Freiraum für unsere
    individuelle und gemeinsame Entfaltung und Träumereien bietet.
    Wir möchten Wohnraum mit viel Gemeinschaftsfläche schaffen, sowie viele
    Gemeingüter nutzen und erhalten. Anfallende Aufgaben wollen wir teilen,
    Synergieeffekte genießen, füreinander da sein und sorgen, Gemüse anbauen, politisch
    und sozial aktiv sein, uns in der Dorfgemeinschaft einbringen und mit unserem Tun
    nach außen wirken. Uns ist wichtig, nicht nur uns und anderen ein Zuhause zu bieten,
    sondern auch einen Ort zu schaffen für viel mehr Leute, die dort mitwirken, besuchen,
    lernen, sich inspirieren lassen und vieles mehr!
    Wir möchten als erste Projektphase Wohnraum für ca. 15 Personen schaffen, unsere
    jetzige Gruppe aus 7 Erwachsenen und 2 Kindern kann und soll also während der
    ersten Sanierungsphase (bis Anfang 2020) wachsen. Diese sieht vor, das große
    Haupthaus energieeffizient, ökologisch und gemeinschaftstauglich zu sanieren und in
    mehreren Wohneinheiten für 3-4 WGs auszubauen.
    Als nächste Projektphase ist vorgesehen, einen anderen Teil des Grundstücks von einer
    zweiten Gruppe neu zu bebauen. Diese Gruppe wird von Personen gegründet, die
    schon lange im Dorf Westen wohnen oder enge Verbindungen dazu haben. Sie planen
    den Bau altersgerechter Wohneinheiten und wir alle streben eine gemeinschaftlich
    orientierte, sich gegenseitig unterstützende und bereichernde Nachbar*innenschaft
    an. Darüber hinaus verfügt das Grundstück über weitere Bestandsgebäude und
    Ausbaureserven für kommende Beiteiligte, Ideen, Projekte und Vorhaben.
    Warum gerade Westen?
    Das Dorf Westen ist ein ganz besonderes Dorf für uns, was in hohem Maße dazu
    beiträgt, dass wir dieses Grundstück für eine einzigartige Gelegenheit halten, dort
    unseren Wohnprojekttraum zu verwirklichen.
    Neben attraktiven Standortfaktoren wie die gute Verkehrsanbindung und Lage
    zwischen Bremen und Hannover, direkt an der hübschen Aller (dem zweitschnellsten
    Fluss mit der zweitkleinsten Fähre Deutschlands ;)!) ist es insbesondere das Netz aus
    Personen und Initiativen vor Ort, die zu unseren Vorstellungen passen.
    Die Hälfte von uns wohnt schon in Westen und fühlt sich pudelwohl im lokalen
    Netzwerk, welches ihnen ein schönes soziales Miteinander im Alltag bietet und unserer
    Projektidee mit viel Wohlwollen, Neugierde und Bereitschaft zur Unterstützung
    begegnet. Mehrere von uns haben direkt in Westen ihre Arbeitsstellen. Und ganz
    konkret bietet Westen eine kollektiv geführte Dorfkneipe, mehrere Bio-Gärtnereien und
    einen Hofladen, eine Bäckerei, kleine Betriebe, die weitere helfende Hände
    gebrauchen können, Gruppen, die sich mit ökologischen und gemeinschaftlichen
    Möglichkeiten der Mobilität auf dem Land beschäftigen und Vieles mehr - ein toller
    Nährboden für ein aktives, involviertes Leben auf dem Land, wie wir es uns wünschen!
    2. Die Häuser denen, die sie bewohnen - Besitzverhältnisse und
    Projektstruktur
    Den Besitz des Grundstücks streben wir nicht etwa als Privatpersonen an. Es soll auf
    Dauer gemeinschaftlicher, bezahlbahrer, ökologischer und sozialer Wohnraum
    entstehen, der nicht alleinig von uns persönlich abhängt - denn unsere individuellen
    Lebensverläufe, -umstände und damit verbundene Bedürfnisse können wir nicht
    langfristig vorhersehen. Daher möchten wir es unter dem Dach der lokalen
    Wohngenossenschaft AllerWohnen erwerben. Diese besitzt in der Region schon 4 gut
    laufende, selbstverwaltete Wohnprojekte mit sozialen und ökologischen Grundsätzen.
    Warum ein Kauf mit einer Genossenschaft?
    Wie schon gesagt - wir möchten das Haus selbst bewohnen, das Projekt und den
    sozialen und ökologischen Wohnraum aber auf eine nachhaltige Basis über uns
    persönlich hinaus stellen und es dauerhaft jeglicher spekulativer Verwertung
    entziehen. Dies ist durch den Genossenschaftsbesitz gesichert. Sollte also der Fall
    eintreten, dass von uns jemand wieder auszieht oder die Gruppe einem unlösbaren
    Konflikt erliegt, so bleibt der geschaffene Wohnraum zu den gleichen Bediungungen
    erhalten und kann von anderen Leuten genutzt werden. Wir sehen daher die
    strukturelle Trennung zwischen den Mieter*innen als Nutzungsgemeinschaft und der
    Genossenschaft als Eigentümerin als stabile Basis für ein dauerhaftes Projekt.
    Neben der rechtlichen Struktur als juristische Person bietet uns die "AllerWohnen" eine
    umfassende Begleitung, Beratung und Unterstützung. Wir alle haben Erfahrungen
    damit, in Gruppen zusammenzuleben, zu arbeiten, Entscheidungen zu treffen usw..
    Unsere Kenntnisse in all den planerischen, rechtlichen, verwalterischen, finanziellen
    Belangen, die mit einem solchen Kauf- und Gründungsprozess einhergehen, sind
    jedoch begrenzt. Uns an die AllerWohnen anzudocken, deren Mitglieder eine Menge
    Erfahrung und Know-How mitbringen, ist insbesondere in der Kürze der Zeit, in der
    unser Vorankommen und Handeln gerade erforderlich ist, eine unermessliche Hilfe.
    So gewinnen wir als Gruppe und sich im Aufbau befindliches Projekt an Sicherheit und
    Handlungsfähigkeit durch die vorhandene Struktur der Genossenschaft.
    Verhältnis Projekt – Genossenschaft
    Kurz gesagt funktioniert das Ganze folgendermaßen: Die Genossenschaft AllerWohnen
    kauft das Grundstück und die Wohngruppe nutzt es selbstverwaltet und
    selbstorganisiert nach einer gemeinsam geplanten Bau- und Sanierungsphase.
    Gleichzeitig engagieren sich Mitglieder der Wohngruppe in den verschiedenen
    Gremien der Genossenschaft. Ein plausibles und tragfähiges Finanzkonzept ist eine
    Grundbedingung dafür, dass die AllerWohnen das Grundstück mit uns erwirbt. Dabei
    müssen wir neben ökologischen Grundsätzen jegliche Bau- und Sanierungsvorhaben
    so realisieren, dass eine Wiedervermietbarkeit der Immobilie unproblematisch
    erscheint. Das heißt, dass wir auch für andere Leute annehmbare Ausbaustandards
    und Mietpreise erzielen.
    Unser Finanzkonzept sieht vor, dass nach der Sanierung des Altbaus knapp 3.000 Euro
    Kaltmiete pro Monat anfallen (inkl. allen Beiträgen für die Genossenschaft,
    Projektverwaltung und Rücklagen für nötige Instandsetzungen). Pro Person wären das
    also durchschnittlich etwa 200 Euro Kaltmiete für den eigenen Raum und
    Gemeinschaftsräume.
    Jede*r zukünftige*r Mieter*in wird Genoss*in in der AllerWohnen – der einmalige
    Erwerb mindestens eines Genossenschaftsanteils (255 Euro) ist dafür Voraussetzung.
    Das ist vergleichbar mit einer Kaution bei normalen Mietwohnungen. Darüber hinaus
    gibt es keinen festen Pflichtanteil pro Person, was ermöglicht, dass auch Menschen
    ohne viele finanzielle Mittel in Projekthäusern der AllerWohnen leben können. Dennoch
    muss die Wohngruppe insgesamt einen festgelegten Eigenanteil in Form von
    Genossenschaftsanteilen einbringen, um die Projektfinanzierung zu gewährleisten.
    3. Projektfinanzierung mit AllerWohnen
    Die Kosten für Grundstückskauf und Sanierung des Altbaus werden sich auf insgesamt
    etwa 800.000 Euro belaufen. Damit schaffen wir erstmal Wohnraum für ca. 15
    Personen. Potential gibt es zukünftig für noch viel mehr Leute, da das Grundstück über
    mehrere Ausbaureserven und weitere Bauplätze verfügt.
    Für die Gründung des Wohnprojekts müssen wir die Finanzierung in genannter Höhe
    jedoch als derzeit 7 Erwachsene stemmen. Im Klartext heißt dies, bis Anfang Juli
    unseren Eigenanteil in Höhe von 160.000 Euro aufzubringen – und dafür
    brauchen wir die Unterstützung vieler Leute.
    Denn diese Summe können wir nicht mit unseren eigenen Mitteln abdecken – und da
    wir ja nicht "nur" ein Haus für uns kaufen möchten, würde das der Grundidee von uns
    und der Genossenschaft auch gar nicht entsprechen.
    Genossenschaftsanteile bei der AllerWohnen bieten die Möglichkeit einer sinnvollen
    Geldanlage. Menschen, die Geld haben, das sie für die Zukunft sparen mögen, es aber
    in den nächsten Jahren nicht brauchen, können Genossenschaftsanteile für unser
    Projekt erwerben und damit seine Entstehung ermöglichen. Diese Anteile sind mit
    einer Frist von 2 Jahren kündbar und werden dann zurückgezahlt. Dieser Zeitraum ist
    nötig, damit die Projektgruppe derweil ggf. für Ersatzfinanzierung sorgen kann. Wenn
    sich schon vor Ablauf der 2 Jahre eine Person findet, die die Genossenschaftsanteile
    übernimmt kann der Ausstieg aus der Genossenschaft also auch früher passieren.
    Genoss*in werden heißt, mindestens einen Anteil zu erwerben (255 Euro) und auch,
    stimmberechtigtes Mitglied der AllerWohnen sein. Projektbewohner*innen haben bei
    der Mitgliederversammlung 3 Stimmen, Nicht-bewohnende Mitgliedern 1 Stimme. Ob
    davon Gebrauch gemacht wird ist jeder selbst überlassen. Es gibt also keine Pflicht zur
    Mitgliederversammlung zu gehen, aber die Möglichkeit.
    Wenn man Geld bei einer Bank anlegt gibt es üblicherweise Zinsen. Bei der
    Genossenschaft wäre das die sogenannte Beteiligung an der jährlichen
    Gewinnausschüttung. Diese wird jedes Jahr auf Grundlage der finanziellen Situation
    der Genossenschaft berechnet und beträgt seit mehreren Jahren konstant 2%. Wenn
    Genossenschaftsanteile gezeichnet werden, kann festgelegt werden, ob die Anteile an
    der Gewinnausschüttung beteiligt werden sollen oder nicht. Ebenso ist es möglich nur
    einen Teil der eigenen Genossenschaftsanteile in die Gewinnausschüttung einzubeziehen.
    Da uns das Grundstück jetzt leider noch nicht gehört, gibt es in unserem Fall zwei
    Phasen im zeitlichen Ablauf, wie mit den Geldern umgegangen wird, die uns als
    Unterstützung zugesagt werden.
    Vor dem Kauf: Wenn das Grundstück Anfang Juli zum Verkauf ausgeschrieben wird,
    brauchen wir die angesprochenen 160.000 Euro. Die Einlagen, die innerhalb der
    nächsten Wochen dafür zusammenkommen, werden zweckgebunden behandelt. Nur
    wenn es tatsächlich zum Kauf kommt, wird das Geld für den Kauf genutzt und somit in
    Genossenschaftsanteile umgewandelt – wenn andere Interessierte den Zuschlag für
    das Grundstück bekommen, geht das Geld direkt zurück an dich. Die Genossenschaft
    hat somit keine Befugnis, das Geld für andere Zwecke als für den Kauf unseres
    Grundstücks zu verwenden.
    Nach dem Kauf: Wenn uns der Grundstückskauf gelingt, werden die zweckgebundenen
    Gelder offiziell zu Genossenschaftsanteilen und ihr seid somit Genoss*innen der
    AllerWohnen mit allen Rechten, die oben erklärt wurden.
    4. Unterstützungsmöglichkeiten
    I) Genossenschaftsanteile zeichnen
    Dies ist aktuell unsere präferierte Form der finanziellen Unterstützung. Alle
    Informationen dazu findest du im Abschnitt 3. Ein Genossenschaftsanteil hat einen
    Wert von 255 Euro. Du kannst einen oder beliebig viele Anteile zeichnen. Es gibt die
    Möglichkeit alle oder einen Teil deiner Anteile an der Gewinnausschüttung der
    Genossenschaft zu beteiligen oder nicht. Beides ist für uns hilfreich, mittelfristig
    brauchen wir aber auch Anteile, die auf die Gewinnbeteiligung verzichten. Derzeit
    arbeitet ein Notar einen entsprechenden Vertrag aus, in dem die verschiedenen
    Formen der Geldeinlage festgehalten werden.
    II) Direktkredite
    Es können Direktkredite an Privatpersonen gegeben werden, die dieses Geld dann
    wiederum über ihren Namen bei der Genossenschaft als Anteile anlegen werden. In
    dem Fall, dass du einer einzelnen Person privat Geld leihst, müsstet ihr euch auf einen
    individuellen Vertrag verständigen, der eine inidviduelle Laufzeit hat. Zinsen könnten
    auch verabredet werden, welche dann allerdings aus unserer eigenen Tasche gezahlt
    werden müssten, da dies nicht über die Gewinnbeteiligung der Genossenschaft läuft.
    Außerdem können Direktkredite an die Genossenschaft gegeben werden, wobei ein
    individueller Vertrag zwischen dir und der Genossenschaft erstellt werden müsste, in
    dem sich über Laufzeit und Zinsen verständigt wird. Wenn in diesem Fall Zinsen
    gewünscht sind, würde die gesamte Genossenschaft die Zinsen zahlen.
    III) Spenden
    Natürlich kannst du unserem Projekt auch Geld spenden. Zum Beispiel einmalig, als
    Starthilfe oder für bestimmte (Bau-)Maßnahmen. Oder auch als Dauerauftrag, um
    unsere monatliche Mietbelastung zu senken.
    Warum sich finanziell am Westennest beteiligen?
    Die Motive dafür können ganz unterschiedlich sein. Hier ein paar Beispiele:
    • mit Geld etwas Sinnvolles machen & Geld sicher zwischenlagern
    • ein neues, tolles Wohnprojekt ermöglichen
    • junge, engagierte Leute aufs Land holen
    • unterschiedlichste Menschen und ihre Visionen unterstützen
    • Wohnen, leben und arbeiten im Kollektiv ermöglichen
    • Lust, uns zukünftig in unserem tollen Projekt zu besuchen
    • für die Anwohner*innen eine Neubausiedlung mitten im Ortskern verhindern
    und dadurch sogar die alten Eichen retten
    • ein Zertifikat als AllerWohnen-Genosse*in als Wandschmuck haben und zu
    Mitgliederversammlungen gehen können
    • Karmapunkte und Dankbarkeit einheimsen
    • ...
    Vielen Dank für Euer Interesse und Eure Unterstützung! Vielleicht bist du jetzt schon
    überzeugt von unseren Plänen und möchtest uns finanzielle Unterstützung zukommen
    lassen oder du hast noch viel mehr Fragen als vorher – nimm gerne Kontakt zu uns
    auf, wir freuen uns über jede Rückmeldung.
    Euer Westennest.
    Infos zu Gruppe und Inhalt: westennest@posteo.de
    Infos zur Genossenschaft: allerwohnen.de