BERLIN - Protest für den Erhalt der Ratibor14

    • BERLIN - Protest für den Erhalt der Ratibor14

      Die drei Hektar große Fläche an der Dreiländereck genannten Grenze der Bezirke Treptow, Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln wird derzeit vor allem von Handwerksbetrieben, aber auch von einer Kita, einem Wagenplatz und einem Biergarten genutzt. Anfang 2018 überraschte der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg die Nutzer*innen mit der Ankündigung, auf dem Gelände eine MUF – eine sogenannte Modulare Unterkunft für Flüchtlinge – mit 500 Plätzen errichten zu wollen. Schnell entwickelte sich Protest. Statt Massenunterkunft und Verdrängung einer der letzten Gewerbeflächen in Kreuzberg forderten die Nutzer*innen die Integration von Handwerk, Geflüchteten und Kultur.

      Auf der verkleinerter Fläche von rund 10.000 Quadratmetern sollten der Wagenplatz und die Handwerker*innen zusammenrücken. Dafür wurde eigens die Genossenschaft Ratibor 14 e.G. gegründet, die das Gelände dauerhaft vom Senat in einem Erbpachtvertrag mieten sollte. Doch die Aktivist*innen fürchten nun, dass die Senatsverwaltung für Finanzen den Kauf des Geländes abbrechen will, womöglich um eine Nachnutzung der MUF durch Luxuswohnungen zu ermöglichen. Dabei berufen sich die Aktivist*innen auf interne Informationen.
      taz.de/Protest-fuer-die-Ratibor14-in-Kreuzberg/!5684221/

      RATIBOR14.de