«Gisi» Hausbesetzung - Warum die Polizei nicht überall eingreift

    • «Gisi» Hausbesetzung - Warum die Polizei nicht überall eingreift

      Das Haus an der General-Guisan-Strasse 31 ist schon seit über 20 Jahren besetzt. Seither hängen Fahnen an der Fassade und Leintücher mit Parolen darauf. Die Bewohnerinnen und Bewohner solidarisieren sich mit marxistischen Kämpfern und Flüchtlingen, aktuell wünschen sie Kurdinnen und Kurden Frieden und Freiheit.

      Die Ruhestörungen der Polizei zu melden bringe gar nichts, sagt die Anwohnerin. «Wir können nichts tun», habe der Polizist geantwortet, dem sie nachts um 2 Uhr den Lärm aus dem Haus an der General-Guisan-Strasse 31 gemeldet habe. «Das ist ein politisches Problem», habe der Polizist gesagt und: «Sonst kommt noch der Schwarze Block». Von denselben und ähnlichen Antworten der Polizei hätten ihr auf Nachfrage auch andere Anwohnerinnen und Anwohner berichtet.

      Bei Verbrechen und schweren Vergehen wie Delikten gegen Leib und Leben sei ein Einschreiten unumgänglich. Politische Weisungen vom Stadtrat an die Polizei zum Umgang mit den Bewohnerinnen und Bewohnern der «Gisi» gebe es keine, sagt Wirz. «Bei einer besetzten Liegenschaft handelt es sich einerseits um eine Sache der Polizei oder um eine Sache zwischen den Besitzern und der Polizei.» Liege ein Strafantrag der Eigentümer vor, werde die Liegenschaft geräumt. Dies mache «gemäss Schweiz weit bewährter Polizeipraxis» aber nur Sinn, wenn die Liegenschaft unmittelbar nach der Räumung umgebaut oder abgebrochen werde. Sonst werde die leer stehende Liegenschaft rasch wieder besetzt.

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