Umzug verzögert-Bürgerverein Hasenbuck gegen Wagenplatz hinter ZBau

    • Kristall Palast / Nürnberg
    • VORERST KEIN UMZUG DES WAGENPLATZ KRISTALLPALAST
      CSU UND BÜRGERVEREIN HASENBUCK LEHNEN DEN STANDORT HINTER DEM Z-BAU AB

      Es ist keine Neuigkeit, dass der Vertrag am jetzigen Standort beim ehemaligen Quelle Gelände ausläuft.
      Die Stadtverwaltung war bemüht, eine neue Bleibe für uns und unsere Wagen zu finden. Im Oktober dann die frohe Botschaft: wir dürfen auf das Gelände hinter dem Z-Bau. Es sei nun offiziell. Es gab Begehungen mit der Stadt, an einem Vertragsentwurf wurde gefeilt. Dieser vorläufige Vertrag sah den Umzug für den 1.12. vor. Nun sitzen wir seither auf gepackten Koffern…

      Doch dann kommen Bedenken auf. Der Bürgerverein Nürnberg-Hasenbuck schaltete sich ein. Unser Konzept hatten sie bereits, eine von uns angebotene Informationsveranstaltung in den Räumlichkeiten des Z-Baus mit Unterstützung des Bürgermeisteramts wurde nicht angenommen. Mit einem ausführlichen Schreiben an den Oberbürgermeister Dr. Maly versucht der Bürgerverein den Wagenplatz am Standort Z-Bau zu verhindern. Zu unserer Entrüstung mit Erfolg.

      Auf einen erneuten Antrag der CSU im Stadtplanungsausschuss, lehnt die Verwaltung unseren neuen Standort aus verschiedenen Gründen ab. Wir stehen wieder am Anfang.
      Unser Ansprechpartner der Stadt Nürnberg setzte sich für eine Vertragsverlängerung an unserem jetzigen Standort ein. Die Eigentümer gewähren uns eine Verlängerung bis Februar. Danach müssen wir das Feld endgültig räumen.

      Trotzdem hatten wir für den großen Umzug Anfang Dezember bereits alle Vorbereitungen getroffen. Unsere Gemeinschaftsräume sind abgebaut, Wetterunterstände sind aufgelöst, unsere Reifen sind gewechselt, Mülltonnen abgemeldet, Sachen gepackt und Transportfahrzeuge waren organisiert. Ein Umzug von 20 Personen, ist nicht mal eben schnell organisiert. Den Urlaub, den wir uns genommen haben, verbringen wir nun in ungewisser Tristesse.

      Wir möchten nicht mehr als einen Ort, um unser Projekt in Würde weiterführen zu können. Selbst Erlangen und München sind lange schon bereit, alternativen Lebensformen respektvoll zu begegnen. Nun ist unsere Stadt in der engen Auswahl zur Kulturhauptstadt. Wo bleibt die Bereitschaft, sich anderen Menschen und neuen Konzepten zu öffnen. Von der CSU und dem Bürgerverein Hasenbuck ist scheinbar nicht zu erwarten, dass sie ihre konservative Sicherheitszone verlassen und zumindest in den Dialog mit andersgearteten Gestaltern der urbanen Stadtgesellschaft treten.

      Umso mehr danken wir allen Unterstützer/-innen des Wagenplatzes. Wir hoffen es findet sich eine schnelle und zufriedenstellende Lösung für alle Beteiligten. Gerne bleiben wir dafür auch weiterhin ein Teil von Muggenhof. Ein Stadtteil, der dem Wagenplatz mit Toleranz und Offenheit begegnet und uns als Koproduzent/-innen des Stadtteils aufgenommen hat.