Als Student im Camper?

    • Als Student im Camper?

      Hier scheint ja ne recht offene Community zu sein. Hab mich schon etwas eingelesen :)

      Meine Freundin und ich wollen uns einen günstigen Camper kaufen und damit in der Unizeit mobil leben, wenn es nach mir geht länger. Leider gibt es bei uns keinen Wagenplatz, bzw wir sind noch auf der Suche nach Menschen die so - oder so ähnlich leben :) Wohnheim fällt einfach raus, weil wir da nicht zu zweit wohnen dürfen und normale Wohnungen sind einfach üüübertrieben teuer.

      Da unsere Studienrichtungen ziemlich Papierintensiv sind, fragt sich meine Frau wie sich Ordner mit Papier bei Temperaturschwankungen und Feuchtigkeit so verhalten. Sie hat dabei scheinbar schlechte Erfahrungen gesammelt :/

      Meine Frage wäre ob und wielang man auf öffentlichen Plätzen stehen kann und was da so die Kriterien sind. Neben dem Campus gibts richtig viele schicke Parkplätze die sich zum wohnen eignen würden. Das wir dort kein festes Lager bauen und große Partys veranstalten dürfen ist mir bewusst. Gibt es hier (ex) Studis die im Bus auf Parkplätzen oder mobil leben? Ansich hätten wir die komplette Infrastruktur (Schwimmbad, Strom, Wlan, Toiletten) und dazu noch günstige Nebenkosten im Sinne von Steuern :D

      Liebe Grüße
      FreeGan und Vanilla
    • Achja, falls euch sonst noch Erfahrungen einfallen die ihr teilen möchtet, wir saugen momentan alles auf wie ein Schwamm. Sind schon dabei uns das passende Domizil zu suchen und wollen uns zumindest in der Theorie etwas auf das Wagenleben vorbereiten :)
    • Das wird wohl relativ schnell ärger geben, sonst wär der parkplatz wohl schon ein campingplatz :(
      Offiziell 2 Wochen - auf öffentlichen - Plätzen, die von dir angesprochenen sind bestimmt privat, bzw von der uni. Mit Papierkram hatte ich tatsächlich nie Probleme. Sollte halt nicht zu feucht werden, dazu findest du hier im Forum aber bestimmt einiges. Hat halt viel mit Nutzen, Heizen und Lüften zutun.
      zb: Vermeidung von Kondenswasser an Wand + Fenster

      Halte uns gerne auf dem Laufenden, falls noch Fragen kommen - hau raus 8)
      Aus welcher Gegend kommt ihr denn? Vielleicht gibts hier schon den oder die, die so undercover leben, dass du sie noch garnicht wahrgenommen hast :D
      If cats could talk to cops - they wouldn’t!
    • Neben dem Campus gibts richtig viele schicke Parkplätze die sich zum wohnen eignen würden.

      Auf dem Campus gibt es auch viele schicke Hausmeister die euch wegjagen oder das schicke Ordnungsamt oder die schicke Polizei anrufen.
      Deshalb sind dort viele schicke Parkplätze frei.

      :)
    • Hallo WirZweiHalt!
      Eine Freundin von mir macht das seit einem Jahr. Wichtig ist eigentlich nur, dass ihr das passende Fahrzeug habt und nicht auffallt, sonst gibts schnell auf den Deckel. Die hat einen LKW ohne Fenster dafür aber ein großes Oberlicht. Richtig schöner undercover Laster der von außen aussieht als wäre er von einer Umzugfirma. Solang ihr dann regelmäßig umparkt, den Platz um den Laster clean haltet und euch beim rein-rausgehen nicht sehen lasst geht das schon. Gemütlich leben ist aber was anderes :)

      Meinen Unikram hab ich inzwischen fast komplett digital ;)

      Ursel :

      Neben dem Campus gibts richtig viele schicke Parkplätze die sich zum wohnen eignen würden.
      Gibt/gab n paar Unis (Mainz[1] / Kassel[2]) die erst alle zugeparkt waren und dann sogar von der Stadt eine "Projektfäche" für einen Wagenplatz bekommen haben. Dafür braucht es aber mehr Menschen, ein Konzept und am besten einen Dozenten der das ganze offiziell betreut.

      Am Anfang würde ich lieber etwas außerhalb parken, ggf sogar eine kleine Fläche/Parkplatz pachten. Mit dem Semesterticket kann man doch eh die Öffentlichen kostenlos nutzen. Spätestenst im Winter beim heizen, Schneespuren .. und Licht im Wagen fällt man wohl auf

      [1] Der Platz entstand 2008, als viele Bewohner samt Bauwägen wegen Verkleinerung von ihrem alten Ort am Haus Mainusch neben der Mensa wegziehen mussten. Mit Uni bzw. AStA wurde die Frischluftschneise – nach der der Platz benannt ist – als neuer Standort gefunden. Die Uni stellte den Bauantrag. Strom, Wasser und Abwasser wurden erschlossen und ein Wall aufgeschüttet. Die Wagenburg hat einen Überlassungsvertrag mit dem AStA, der wiederum einen Überlassungsvertrag mit der Uni geschlossen hat.
      sensor-magazin.de/so-wohnt-mainz-glueck-im-bauwagen/

      [2] Am 27.11.1997 ließ der Präsident der Universität Gesamthochschule Kassel den Bauwagenplatz "K18" auf dem Hochschulgelände gewaltsam räumen. Die Bewohner/ innen, die dort alternativen Wohnraum gefunden hatten, wurden mittels eines massiven Polizeiaufgebotes und unter Gewaltanwendung vertrieben. Geblieben sind, neben dem verwaisten Gelände, viele Emotionen, Fragen und Widersprüche. Das Video läßt Betroffene und Beteiligte unzensiert zu Wort kommen und versucht, sich ihren unterschiedlichen Betrachtungsweisen zu nähern. Ohne den erhobenen Zeigefinger oder der Absicht generalisierte Lösungsvorschläge anzubieten, hinterläßt "Das aber der Wagenplätze" Nachdenklichkeit und zeigt die komplexe Problematik eines Themas, das sicherlich nicht nur in Kassel aktuell ist.
      wohnhaft.de/easymedia/index.ph…-der-wagenplaetze-teil-1/
    • Neu

      Moin,
      Studieren dauert lange und so ein Camper ist klein, vor allem wenn <3,5t. Den Nachteil des mobilen Lebens auf kleinstem Raum kann man meiner Meinung nach ausgleichen durch
      a.) ständig in Bewegung bleiben
      b.) viel draußen sein
      c.) konsequenten Minimalismus

      Am besten eine Kombination aus allem. Eure Zielsetzung (Ortsfest Wohnen am Campus) nimmt euch den Zugang zur Natur (außer der Campus liegt zufällig am Waldrand) und die Bewegung. Dem Minimalismus sind auch Grenzen gesetzt, wenn alles Mögliche zweimal da sein muss. Zwei Winterjacken, zwei Laptops, vier Paar Schuhe, zwei Sätze Klamotten nehmen in einem Wagen signifikant Raum ein. Holzofen wenn das Geld knapp ist. Alles Holz muss drin lagern. Wenn dazu noch diverse Bücher und Unterlagen kommen, ist das Auto voll, und ihr habt noch keine Lebensmittel in den Schränken, keine Sitzgelegenheiten und keinen Platz, euch mal wo anders hinzuchillen als aufs gemeinsame Bett. Keinen Rückzugsraum. Keine Möglichkeit, schnell woanders hinzufahren, weil ihr erst mal 3 Stunden lang aufräumen müsst. Fenster auf Kopfhöhe der Passanten. Immer zugezogene, dunkle Vorhänge oder der Sicherheitsdienst der Uni weiß eh am ersten Tag, was abgeht. Ihr seid nicht die ersten die das probiert und wärt nicht die ersten, die davon depressiv werden. Wenn euch eure Beziehung was wert ist, würde ich gar nicht erst versucht, im 3,5t Camper zu zweit zu wohnen.

      Das soll nicht heißen, grundsätzlich in der Karre am Straßenrand leben und studieren nicht geht. Aber dann gleich mit großem Führerschein und LKW. Am besten beide den Schein machen, wenn nur eine Person das Zuhause bewegen kann ist blöd. Viel Grundfläche. Wenig Möbel, wenige Sachen. Ordnung halten, so dass die Karre startklar bleibt. Freitags und ihr der vorlesungsfreien Zeit aus der Stadt fahren und mal was anderes sehen.

      Ihr habt eh nen Semesterticket, also seid nicht so auf den Campus fokussiert als Wohnort. Gibt häufig auch Straßen wo mehrere Karren stehen und wo die Polizei das toleriert.
    • Neu

      ich durfte mal eine Woche direkt auf dem Rasen neben dem Unigebäude stehen, hab dem Hausmeister gefragt und erklärt dass ich dort eine Woche Seminar machen muss (hat auch gestimmt) und gerne am wlan bleiben möchte... Bisschen komische Blicke gabs schonmal, aber im Grunde alles easy wenn man morgens ein lächeln auf der linse hat und jedem neugierigen einen kaffebecher andrehen kann
      ...bei uns isses so lustig, bei uns ist immer Fasching... :thumbsup: