Köln - Hausbesetzung und spontane Demo in ehemaliger Kita

    • Elster230 / Köln
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      Update: Geräumt


      Gegen 13 Uhr am Montag hatten die neun Personen die leerstehende Kita an der Zonser Straße besetzt. Nachdem ein Vertreter der Stadt Köln Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs gestellt hatte, traf gegen 17.20 Uhr die Polizei ein. Die neun Besetzer hätten das Haus in Begleitung der Beamten dann freiwillig verlassen, berichtet die Polizei. Derzeit werden die Personen überprüft. Zunächst gab es Informationen, dass sich rund 50 Personen in dem Gebäude aufgehalten hätten, diese bestätigten sich laut Polizei nicht.

      Die Hausbesetzer kritisieren, dass das Gebäude nicht genutzt wird und seit Jahren sich selbst überlassen werde, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Demnach wollen sie dort ein ein vielseitig genutztes feministisches Zentrum erschaffen. Die Gruppe bezieht sich auf „Elster 230“ eine Hausbesetzung 2019 in Köln-Ehrenfeld und stammt offenbar aus diesem Umfeld.

      Nach der Räumung übergaben die Einsatzkräfte gegen 18 Uhr das Gebäude an Verantwortliche der Stadt Köln, die nun das Gebäude sichern. Die Demonstration dauerte am Abend noch an und werde von Polizisten begleitet, informiert die Polizei.
      rp-online.de/nrw/staedte/koeln…emonstration_aid-47116475
    • Polizei Köln stellt Personalien von mutmaßlichen Hausbesetzern fest

      Während eines Demonstrationszugs haben sich am Donnerstagnachmittag (3. Oktober) in Köln-Kalk einige Teilnehmer abgelöst und betraten ein bereits durch eine andere Gruppierung besetztes Haus.

      Nach einer Auftaktkundgebung am Wiener Platz startete eine Versammlung gegen 12.30 Uhr unter dem Motto "Dem Rechtsruck entgegentreten" einen Aufzug über innerstädtische Straßen in Richtung des geplanten Abschlusskundgebungsortes an der Kalker Post. Als sich die Versammlung gegen 14 Uhr durch die Dieselstraße bewegte, erhielten die eingesetzten Polizisten Kenntnis darüber, dass dort ein leerstehendes Wohnhaus besetzt worden war. Die Hausbesetzer sind nach eigenen Angaben zumeist junge Menschen aus Kalk, die sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen haben, weil sie sich "die zunehmende Gentrifizierung durch die Stadt und Immobilieninvestoren nicht mehr gefallen lassen."

      Spontan betraten mehrere Teilnehmerinnen und Teilnehmer des linksgerichteten Demonstrationszugs das Gebäude. Unmittelbar hinzugerufene Verstärkungskräfte der Polizei verhinderten, dass weitere Personen das Haus betreten konnten.

      Die Polizei Köln hat umgehend mit einem Berechtigten Kontakt aufgenommen. Dieser stellte Strafantrag wegen Hausfriedensbruchs.

      Mittlerweile haben mehr als ein Dutzend Personen das Haus freiwillig verlassen. Die Einsatzkräfte stellten von diesen Personen die Identität fest. Anschließend entließen die Beamten die Kontrollierten. Derzeit befindet sich noch eine unbestimmte Personenzahl in dem Objekt.

      Ein Versammlungsteilnehmer meldete vor dem besetzten Haus eine Spontanversammlung an, die störungsfrei verlief und um 17.30 Uhr von ihm beendet wurde.

      Die Kriminalpolizei Köln hat die Ermittlungen wegen des Verdachts des Hausfriedensbruchs aufgenommen. Der Polizeieinsatz dauert zurzeit an.