röhrenplattenbatterien

    • röhrenplattenbatterien

      Hallo
      Bin auf die Röhrenplattenbatterien gestoßen und hab ein paar Fragen, wer kann helfen?
      Hier der Link um was es geht.

      photovoltaik4all.de/pv4all-ins…-batterie-opzs-solar-1210

      1. als Nennleistung gibt es zwei werte, wieso? Ich dachte die Kapazität einer Batterie ist gleich ob ich sie nun in 120 h oder in 10 h leer ziehe.
      Nennleistung (120 h / 20ºC): 1210 AhNennleistung (10 h / 20ºC): 853 Ah


      2. das Gewicht ist mit 65 kg angegeben was ich für sehr wenig halte, da z.B. im Vergleich eine AGM-Batterie
      mit nur 220Ah schon 65 kg wiegt.
      photovoltaik4all.de/pv4all-ins…erie-12v/220ah-deep-cycle


      3. hat jemand Erfahrung mit Röhrenplattenbaterien und mag sie teilen


      grüße euch FRED
    • Hi Fred,
      wenn ich es richtig verstehe, kann eine Zelle mit 2V und 1210 Ah einen Strom von etwas weniger als10 A 120 Stunden lang liefern. Dies würde den technischen Daten entsprechen: Nennleistung (120 h / 20ºC): 1210 Ah
      Wenn der entnommene Strom über 10 A liegt, z.B. 85 A, reicht das nur für 10 h Nennleistung (10 h / 20ºC): 853 Ah
      Ist hier schön erklärt: elweb.info/projekte/dieterwerner/AKKU1A1.pdf

      Was das Gewicht angeht: 65 kg gelten für eine 2V Zelle(!) Für 12 V braucht es 6 von diesen Zellen.
      Hier mal ein anderer Anbieter: solar-qqq.de/sun-power-vl-2-1220.html
      Sind recht ähnliche Daten.

      Persönlich hab ich bei mir im Wagen GEL Akkus verbaut

      Grüße Uwe
    • Röhrenplatten

      Zu 1.
      Nachzulesen unter Peukert-Effekt. Die Nennkapazität ist bei Blei immer als 10 Stunden Entladung (C/10) angegeben, da bei schnellerem Entladen die nutzbare Kapazität drastisch sinkt. Bei NickelCadmium Akkus ist der Effekt weniger ausgeprägt, weshalb dort die Nennkapazität als C/5 Entladung angegeben wird.
      Bei Lithiumakkus ist der Peukert-Effekt praktisch nicht vorhanden.

      Das Gewicht ist ein grober Indikator für die Lebensdauer. Anlaßerbatterien sind dafür ausgelegt, für extrem kurze Zeit, extrem hohe Ströme zu liefern und danach nichts mehr zu tun. Dort spart man Gewicht und Herstellungskosten, indem man aktive Masse (Bleioxid) in fragile Bleigitter presst, die abwechselnd geschichteten dünnen Platten werden im Prinzip nur vom Plastikgehäuse in Form gehalten. Beim Durchfahren eines (bzw. sehr vieler) Vollzyklen dehnt sich die aktive Masse ständig aus und zieht sich zusammen, wodurch heftige Plattenkorrosion eintritt, nicht zuletzt, weil man Anlaßerakkus mit erhöhter Säuredichte fährt, um mit eigentlich zu kleinen Akkus den geforderten niedrigen Innenwiderstand und damit die heftigen Kälteprüfströme erreicht.

      Zyklenfeste Bleiakkus sind deshalb zwangsläufig deutlich schwerer, da raum zum Ausdehnen der Platten vorhanden sein muss, eine Plattenstruktur die Korrossion lange genug stand hält, und damit einhergehend ein Überschuss an aktivem Material und Plattenstruktur (=metallisches Blei, welches nur den Strom vom Bleioxid zu den Polen leitet).

      Welche der zyklenfesten Bleiplattentechnologien die beste ist, ist ein ewiges Streitthema. AGM, OPzS, Panzerplatten (Schiffsakkus)... die Frage wäre wohl was für ein anderes Forum.