Die Stadt Bern verhandelt mit Besetzern über einen legalen Platz

    Werde Mitglied, um alle Inhalte nutzen zu können :-)

    • Die Stadt Bern verhandelt mit Besetzern über einen legalen Platz

      DerBund.ch schrieb:

      Die Stadt Bern hat ab diesem Frühling eine Zwischennutzung auf dem Viererfeld vorgesehen. Bereits zugesagt sind eine Velo-Freizeitanlage sowie das Projekt «Aussenwohnzimmer» der Quartierorganisation 3012. Diese plant eine Plattform, wo beispielsweise Yogastunden oder ein Setzlingsmärit stattfinden könnten, Energie Wasser Bern (EWB) hat vor, einen Gasgrill zur freien Verfügung zu installieren. Doch genau dort, wo künftig ein neuer Stadtpark geplant ist, stehen seit November mehrere umgebaute Wohn- und und Bauwagen. «Besetzt und belebt», steht auf einem kleinen Schild am Wegrand.

      Auf der Website Barrikade.info teilte das «Wagenplatz–Kollektiv» zudem letztes Jahr mit, die Tendenz der Stadt Bern, freien Raum zunehmend zu regulieren und zu kontrollieren, widerstrebe ihnen. Durch ihre Besetzung schafften sie «eine staatlich unregulierte Zone, wo wir nach unseren eigenen Vorstellungen leben». Bisher duldet die Stadt die Besetzung, nun will sie dem Kollektiv sogar eine längerfristige Verweildauer auf dem Viererfeld anbieten. Das Kollektiv habe gegenüber der Stadt erklärt, dass es sich an der geplanten Zwischennutzung auf dem Viererfeld beteiligen möchte, teilt Christoph Schärer, Leiter Stadtgrün, auf Anfrage mit. Deshalb verhandelt die Stadt nun mit den Bauwagen-Bewohnern.

      Es scheint, als sei die Stadt in den letzten Jahren toleranter gegenüber Menschen und dieser alternativen Wohnform geworden. So zieht die Gruppe der Stadtnomaden in diesen Tagen vom Gaswerkareal im Marzili auf das Land der Burgergemeinde im Schermenareal. Dort dürfen sie sechs Monate bleiben. Bis letztes Jahr mussten sie alle drei Monate den Standort wechseln, was mit dem kantonalen Baubewilligungsdekret begründet war.