Göttingen - OM10

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Seit dem 5.11.2015 ist das seit 2009 leerstehende Haus in der Oberen Maschstraße 10 (OM10) besetzt. Angesichts des akuten Mangels an bezahlbarem Wohnraum, der geplanten Massenunterbringung von Geflüchteten in Turnhallen und den unhaltbaren Zuständen im Erstaufnahmelager in Friedland ist ein fortgesetzter Leerstand weder zu rechtfertigen noch hinzunehmen.

Wer sind wir?
Wir sind Menschen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Spektren. Mit der Besetzungsaktion zeigen wir praktische Solidarität mit den Flüchtlingen, die auf der Suche nach menschenwürdigen Lebensbedingungen nach Europa geflohen sind. Wir stehen auch an der Seite derjenigen, die sich schon seit Wochen für ein menschenwürdiges Ankommen der Geflüchteten engagieren. Wir wollen ein gutes Leben und angemessene Wohnbedingungen für alle Menschen. Deshalb ist es uns wichtig, dass verschiedene von Wohnungsnot betroffene Gruppen nicht gegeneinander ausgespielt werden.


Warum eine Besetzung?
Im Erstaufnahmelager in Friedland sind derzeit über 3500 Menschen untergebracht, obwohl das Lager eigentlich bloß für 700 Leute Platz bietet. Eine grundlegende menschenwürdige Versorgung ist nicht mehr gewährleistet. Auch in Göttingen selbst spitzt sich die Wohnraumsituation immer weiter zu, während der Winter vor der Tür steht. Kommunale Gebäude wie Gemeindehäuser, Schulen und Turnhallen, die gar nicht zum Wohnen ausgelegt sind, werden zur Beseitigung des Mangels herangezogen. Zur gleichen Zeit stehen hier in Göttingen aber viele Häuser und Wohnungen leer. Es besteht offensichtlich kein politischer Wille, die Immobilien-Unternehmen zu einer Freigabe ihrer leerstehenden Gebäude zu zwingen. Eine Nutzung dieses Wohnraums lässt sich folglich nur durch zivilgesellschaftliche Kritik und Aktionen erreichen!

Letzte Bearbeitung: , von Mr.Zom

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